Kochkurse bei der VHS Passau

 

28.06.17 Figurfreundliches Kochen

 

 

 

interessanter Vortrag/ Film

 

Ernährung, Gesundheit und Umwelt von Prof. Claus Leitzmann ->

 

Was uns nährt ->

 

 

Die Grillsaison hat begonnen, wie kann man toxische Stoffe reduzieren?

 

- Verzehr von Fleisch reduzieren

- Bratgut häufig wenden und nicht über 180° erhitzen

- Zubereitungszeiten verkürzen

- beschichtete Pfannen verwenden

- keinen direkten Kontakt des Bratgutes mit offenen Flammen

- Verwendung von Aluminiumschalen

- Bratsatz nicht zu dunkel werden lassen, Tomatenmark verwenden

- Fleisch in der Mikrowelle vorgaren

- Marinaden und Gewürze können die Bildung von HAA (polycyclische Kohlenwasserstoffe) deutlich reduzieren

 

 

 

1.       „Superfood“ – Was muss man darüber wissen?

 

Superfood ist ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt. Auch wenn wissenschaftliche Studien oft positive gesundheitsfördernde Wirkungen belegen, lässt sich dies nicht unbedingt auf die tägliche Ernährung übertragen. Häufig haben diese Lebensmittel einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind u.a. Farbe und Geschmack, wie z.B. das Lycopin, der rote Farbstoff der Tomate, die nach Verzehr in der Haut einen UV-Schutz bildet. Auch für andere sekundären Pflanzenstoffe wurden gesundheitsfördernde Wirkungen nachgewiesen. Bei „Superfoods“ in Kapselform allerdings kann es bedingt durch die hohen Konzentrationen an reizenden und toxischen Stoffen zu gesundheitlichen Problemen kommen, zumal Nahrungsergänzungsmittel keiner Kontrolle unterliegen.

 

 

2.       Ist dieser Ernährungstrend wirklich so super?

 

Mit Sicherheit ist so manches Nahrungsmittel aus der Ferne eine geschmackliche Bereicherung des Speiseplans. Allerdings sind die so ausgelobten Inhaltsstoffe ebenso in unseren heimischen Gemüse- und Obstsorten zu finden und häufig sind diese selbst in Bio-Qualität zu einem besseren Preis zu haben.  Ein abwechslungsreicher Speiseplan, mit reichlich Gemüse, Obst und Fisch, ist immer noch die bestmögliche Art, eine ausgewogene Nährstoffaufnahme sicherzustellen.

Und manchmal ist doch was dran an den Superfoods! Curkumin, aus der Gelbwurz,  hat es geschafft, in die medizinischen Leitlinien aufgenommen zu werden und wird bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zur Remissionserhaltung (Nachlassen der Beschwerden) empfohlen.

 

3.       Welche heimischen Alternativen gibt es zu Superfood?

 

Der farbliche Aspekt ist hilfreich, um einen Vergleich ziehen zu können. So können Acai-Beeren mit unseren Heidelbeeren und schwarzen Johannesbeeren verglichen werden. Die enthaltenen Antioxidantien, hier die lilafarbenen Anthocyane, fangen die Radikale besonders im Augenhintergrund ab und helfen beim gesunden Sehen. Goji-Beeren können durch Preiselbeeren und Sanddornbeeren ersetzt werden, die nicht nur reich an Vitamin C sind, sondern auch an sekundären Pflanzenstoffen. Anstatt Chiasamen mit reichlich Omega-3 Fetten kann auch der heimische Leinsamen verwendet werden. Mit Weizenkeimen vermengt kann der Leinsamen auch bezgl. des Vitamin-E-Gehaltes mithalten. Auf dem saisonalen bunten Teller darf auch unsere Erdbeere nicht fehlen und dann darf es auch mal mehr sein.

Beim grünen Gemüse ist das Angebot rund ums Jahr unerschöpflich. Hier eignen sich Rezepte wie Wirsingbällchen mit Seelachs oder auch mal Brennnesselspinat mit Spiegelei und Kartoffeln. Auch der Verzehr von grünen Smoothies ist eine gute Möglichkeit zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe aufzunehmen.